Warum du eine CoronaWarnApp Pflicht unterstützen solltest

Sie rettet Leben, kostet nichts, schützt deine Privatsphäre, schränkt vergleichsweise keine Rechte ein und ermöglicht frühere Öffnungen.

Derzeit sehnen sich ganz Deutschland und große Teile der Welt nach einer Alternative zu Lockdowns auf der einen Seite und einem ungebremsten Anstieg der Fallzahlen auf der Anderen. Viele Menschen wollen oder können ein einfach Weiter-so bis Ende des Sommers (Herdenimmunität durch Impfung) nicht akzeptieren, da die negativen Auswirkungen der Lockdowns auf die Gesundheit, Wohlbefinden und Wirtschaft immens sind. Gleichwohl wollen die meisten das das Gesundheitssystem nicht überlastet sehen und wollen natürlich auch selbst nicht erkranken.

Die Auflösung des scheinbaren Widerspruchs zwischen Lockdown oder steigenden Fallzahlen lag schon immer mit Testen, Quarantäne und vollständiger Kontaktverfolgung. Obwohl eine vollständige Kontaktverfolgung nur effizient mit einer automatischen Kontaktverfolgung mit technischen Mitteln möglich ist, wird sie aus unerklärten Gründen weder von Politikern noch Epidemiologen gefordert.

In diesem Beitrag wird dargestellt, warum eine verpflichtende Nutzung der datenschützenden CoronaWarnApp hilft die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen und damit Leben rettet sowie, dass sie im Gegensatz zu Lockdowns fast nichts kostet und keine Rechte einschränkt. Daher gibt es meines Erachtens keinen Grund diese nicht baldmöglichst einzuführen.

Epidemiologie

Epidemiologen sind sich einig, dass ohne eine durch Infektionen oder Impfungen erlangte Immunität nur die effiziente Kontaktverfolgung die Ausbreitung einer Infektionskrankheit ohne generelle Kontaktverbote, Hygienemaßnahmen oder Lockdowns verlangsamen kann. Daher lag auch zum Beginn der Pandemie der Fokus von Politik und Gesundheitsämtern auf der Kontaktverfolgung.

Bei der Kontaktverfolgung ist die Vollständigkeit und Geschwindigkeit von entscheidender Bedeutung. Wenn man zu langsam und unvollständig ist, dann hat man zwar ein paar Fälle dokumentiert aber kaum Neuinfektionen verhindert.

Dies sieht man auch in epidemiologischen Simulationen. In den von mir erstellten Graphen sieht man den Einfluss von Testen mit und ohne Kontaktverfolgung sowie mit einer schnellen automatischen oder eine rekursiven Kontaktverfolgung bei der auch Kontakte von Kontakten in Quarantäne müssen. In diesen Simulationen wurden keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen. Diese sollen aber auch nur den relativen Effekt verschiedener Maßnahmen zeigen und keinen Vorhersagecharakter für sie Ausbreitung von Covid-19 haben.

Man sieht das nur Testen oder Testen plus langsame Kontaktverfolgung viel weniger erfolgreich ist Infizierte, Infektionsspitzen und Tote zu reduzieren als die beiden rechten Varianten mit automatischer Kontaktverfolgung.

Falls du Genaueres zu epidemiologischen Modellen der Kontaktverfolgung lesen willst, siehe meinen früheren Beitrag dazu oder bitte dein Lieblings-Simulationsteam das nachzumodellieren.

Eine automatische Kontaktverfolgung ist der klassischen Callcenter basierten in Vollständigkeit, Geschwindigkeit und Arbeitsaufwand klar überlegen. Sie ermöglicht es Kontakte zu ermitteln deren Identität die positiv getestete Person nicht kennt, z.B. solche die diese im Bus oder beim Friseur hatte. Sie ist viel schneller, da es kein Verzug zwischen positivem Test und Kontakt und Hinterhertelefonieren durch das Gesundheitsamt gibt. Sie bricht im Gegensatz zu den Gesundheitsämtern nicht zusammen wenn es zu viele Fälle gibt. Sie schützt die Privatsphäre des Infizierten, da dieser dem Staat nicht wortwörtlich die Namen aller seiner Kontakte nennt.

Die durch automatische Kontaktverfolgung erreichte, erhöhte Kontaktverfolgungsrate sowie Kontaktverfolgungsgeschwindigkeit und entsprechende Quarantäne der ermittelten Kontakte, führt dann zu einer Reduktion der Ausbreitung bzw. deren Kennzahl R.

Die CoronaWarnApp hat doch nicht funktioniert?

Nein, sie wurde nie wirklich ausprobiert. Das Problem ist, dass die automatische Kontaktverfolgung ein quadratischen Problem ist, da beide Personen die App nutzen müssen. Bei aktuell rund 20%–30% Nutzung werden nur 4% bis 9% (0.2²=0.04 bzw. 0.3²=0.09) der Kontakte verfolgt, was natürlich noch keinen einschlagenden Erfolg bringt. Deshalb sind hohe Nutzungsraten erforderlich, damit die automatische Kontaktverfolgung effektiv ist. Leider hat sich gezeigt, dass ohne Anreize oder Pflichten die Nutzungsrate nicht hoch genug sein wird um relevante Anteile der Kontakte automatisch zu ermitteln.

Würde eine Pflicht eingeführt, könnte man sich erhoffen das 70%-90% der ungeimpften die App nutzen würden. Etwa 80% der Deutschen besitzen fähige Smartphones. Die geimpften sind im Mittel älter und überschneiden sich oft mit denjenigen die kein Smartphone nutzen. Daher würden etwa 50%-80% der Kontakte automatisch verfolgt und dies würde man wahrscheinlich deutlich an einer Verlangsamung der Ausbreitung merken.

In Ländern die eine verpflichtende automatische Kontaktverfolgung nutzen, Südkorea, China oder Singapur, war diese sehr effektiv darin, die Verbreitung von Covid-19 einzudämmen. Natürlich spielt in diesen Ländern der Datenschutz keine Rolle und diese Systeme erlauben dem Staat ein vollständiges zentrales Einsehen in die Kontakte aller Bürger und sind damit ein effektives System dem Massenüberwachung, welche wir hierzulande unbedingt vermeiden wollen.

Diese Staaten zeigen jedoch, dass automatischen Kontaktverfolgung funktioniert. Bislang hat aber keine Gesellschaft versucht die anonyme dezentrale Variante zu hohen Nutzungsraten zu führen.

Rechte und Datenschutz

Die CoronaWarnApp bzw. dass von ihr genutzte “Exposure Notification Framework” ist datenschützend, verschlüsselt, anonym, dezentral und verwendet nicht deine Position. Sie tauscht lediglich via Bluetooth Zufallszahlen, die sich ständig ändern, mit benachbarten Smartphones aus und lädt diese Zufallszahlen hoch falls du positiv getestet wurdest.

Daher überwacht dich der Staat nicht zentral und ist dazu auch technisch nicht in der Lage. Eine Nutzungspflicht ist daher eher wie eine Pflicht sich selbst zu schützen und andere zu warnen zu sehen, ähnlich der Pflicht eine Maske zu Tragen oder beim Fahrradfahren Lichter zu benutzen.

Aufgrund des strengen Datenschutzes der CoronaWarnApp ist es unklar, welche Rechte eine Nutzungspflicht überhaupt verletzt. Das “Grundrecht” nur die Apps installiert zu haben, die du willst? Wieso kann man dann nicht Youtube oder iMessage deinstallieren? Das “Grundrecht”, dass anonyme Daten - die App teilt nur ständig wechselnde Zufallszahlen - nicht gesammelt werden dürfen? Dieses Recht gibt es nicht, deine anonymen Daten werden ständig von Unternehmen und dem Staat gesammelt. Der Datenschutz betrifft nur personenbezogene Daten die zurückverfolgbar sind, also nicht die durch die CoronaWarnApp geteilten.

Falls jemand mir sagen kann, welche Rechte durch eine verpflichtende Nutzung einer datenschützenden und anonymen CoronaWarnApp überhaupt beeinträchtigt werden, wäre ich euch sehr Dankbar.

Welches Recht verletzt die verpflichtenden Nutzung einer datenschützenden anonymen Kontaktverfolgungsapp?

Falls du ebenfalls kein Recht nennen kannst, hoffe ich das du ähnlich wenig Verständnis wie ich dafür hast, dass viel einschneidendere und Rechte einschränkendere Maßnahmen einer verpflichtenden Nutzung einer anonymen App vorgezogen werden. Und selbst wenn, wiegen diese Rechte schwerer als die, die schon beeinträchtigt werden, Bewegungsfreiheit, Berufsfreiheit und viele mehr, um das Recht auf Leben zu wahren?

Dass die App ihre Daten so gut schützt, wird oft bemängelt. Sicherlich wäre ohne Datenschutz weitergehende noch effektivere Überwachung möglich aber damit wären auch potentiell Rechte verletzt. Wir wären einem Überwachungstaat näher gerückt. Der Datenschutz ist daher wichtig um eine verpflichtende Nutzung zu gerechtfertigen.

Ökonomie

Im Vergleich zu auch nur ein paar Monaten mehr Lockdown kostet die bereits erfolgte Entwicklung der App fast nichts, ein Paar zehn Millionen Euro gegenüber hunderte Milliarden. Im Gegensatz zu Impfungen oder eine Maskenpflicht kann die Appnutzungspflicht innerhalb weniger Tage eingeführt werden, da es keine Produktionsengpässe gibt. Falls sie Lockdowns auch nur ein bisschen verkürzt, werden hingegen Milliarden gespart und die Menschen können früher zur Normalität (Sport, Schulen, Soziale Kontakte) zurückkehren.

Die potentiellen Vorteile sind riesig und es gibt kaum Kosten. Aus ökonomischer Sicht führt die fortwährende Nichteinführung der Pflicht zu einem riesigen Verlust an Wirtschaftsleistung als auch auch Wohlbefinden und erhöht Schulden massiv.

Gegenargumente und Umsetzungsvorschläge

Im Anhang weiter unten auf dieser Seite werden einige Gegenargumente gelistet und zu entkräften versucht. Die meisten Gegenargumente konzentrieren sich auf lösbare Implementierungsdetails, beruhen auf falsche Annahmen über die Überwachung durch die App oder behaupten, dass Andere es ablehnen würden. Ich habe bisher jedoch kaum Menschen getroffen, die nicht überzeugt werden konnten, wenn man ihnen die datenschützende technische Implementierung erklärt und die Pflicht mit den durch Lockdowns eingeschränkten Rechte vergleicht.

Ebenfalls im Anhang zu finden ist ein genauerer Vorschlag zur Einführung und Umsetzung einer Nutzungspflicht und was diese umfassen würde.

Zusammenfassung

Wie dargestellt hat eine verpflichtende Nutzung der datenschützenden CoronaWarnApp keine relevanten Nachteile und viele Vorteile. Sie ermöglicht vollständigere Kontaktverfolgung und senkt zusammen mit entsprechender Testung und Quarantäne der Kontakte die Ausbreitung. Damit rettet sie Leben. Zudem schränkt sie im Vergleich zu Lockdowns keine Rechte ein und schadet der Wirtschaft, das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen nicht. Durch die vollständigere Kontaktverfolgung können, sofern die Zahlen deren Erfolg bestätigen, andere Restriktionen früher zurückgenommen werden.

Falls du mir zustimmst oder ich dich überzeugen konnte, bitte ich dich diesen Beitrag zu teilen, liken und in deine täglichen Corona Diskussionen einzubringen. Falls du eine CoronaWarnApp Nutzungspflicht immer noch ablehnst, würde ich gerne deine Gründe hören. So sehr, dass wenn du dazu eine öffentliche Debatte gegen mich führen willst und diese gewinnst, ich dir 300€ gebe*.

Lasst uns weiter mit Ideen und Zuversicht die Covid-19 Pandemie begegnen und nicht in Alternativlosigkeit oder Es-hilft-doch-eh-nichts verfallen und sicherstellen, dass wir beim nächsten Mal bessere Lösungen parat haben.

Dieser Beitrag lehnt sich stark an die frühere englischsprachige Variante die jedoch noch mehr in die Tiefe geht und ist teilweise daraus übersetzt.

Anhang

Argumente gegen Eine Nutzungspflicht

Hier möchte ich einige häufig genannten Gründe, die gegen eine CoronaWarnApp Nutzungspflicht sprechen auflisten und entkräften. Falls ihr noch mehr kennt, wäre ich auch um dieses Feedback dankbar.

“Wir sollten uns auf das Impfen Fokussieren” — Impfungen kommen und erlauben die endgültige Rückkehr zur Normalität. Dennoch würde die automatische Kontaktverfolgung noch immer die Dauer und Härte der Restriktionen verkürzen, da sie schnell und mit relativ wenig Aufwand einführbar ist.

“Verpflichtende technische Lösungen mit dem Smartphone sind den Menschen nicht vermittelbar und sie würden diese ablehnen.” — Vor einem Jahr mag das wahr gewesen sein, aber jetzt sehnen sich die Menschen nach Alternativen zu Lockdowns oder Nichtstun.

“Wir wollen nicht wie China sein.” — Die CoronaWarnApp hat mit der in China eingesetzten Totalüberwachung nichts zu tun. Es werden lediglich Zufallszahlen bei bestätigt Infizierten hochgeladen und verteilt, diese sind außer für deren Kontakte komplett nutzlos. China hat außerdem seit bald einem Jahr Corona hinter sich gelassen, wegen einer effektiveren Kontaktverfolgung.

“Es fühlt sich wie Massenüberwachung an.” — Die technische Realität ist eine Andere. Die Appnutzungspflicht zu kontrollieren ist genauso einfach oder schwierig wie eine Ausweißpflicht zu kontrollieren, ein Ordnungshüter müsste sich dein Handy zeigen lassen. Sie erlaubt keine zentrale Überwachung aller. Es wird genau eine Sache überwacht: hattest du in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer bestätigt Corona positiven Person? Der Staat hat keine Möglichkeit herauszufinden wer diese Person war. Auf der anderen Seite ist Massenüberwachung schon innerhalb weniger Monate einführbar, da die meisten Bürger Smartphones ständig nutzen. Sie geschieht auch schon, siehe Vorratsdatenspeicherung und NSA Skandale. Der einzige Schutz dagegen ist demokratische und freiheitsliebende Parteien zu wählen.

“Die Politiker wollen nicht zugeben das es schon vor einem Jahr eine Lösung gab.” — Das mag sein, deswegen sollten die Medien, die Epidemiologen-Influencer und du diese Maßnahme fordern. Teile diesen Beitrag und verbreite diese Meinung in deiner nächsten Corona Diskussion.

“Die Politiker haben versprochen, dass die App nicht zur Pflicht wird.” — Das war ein Fehler, aber wir sollten ihnen und uns erlauben, vergangene Entscheidungen zu korrigieren und nicht zulassen, dass vergangene Versprechen die Bewältigung einer der größten Herausforderungen unserer Zeit behindern.

“Wir wollen oder können das nicht kontrollieren.” — Auch ohne Kontrollen würden sich die Meisten dran halten. Falls nicht, kann man überlegen ob mehr Kontrollen Sinn ergeben.

“Der freie Mensch sollte freiwillig die App benutzen und sich solidarisch zeigen.” — Natürlich wäre es schön wenn Leute freiwillig das richtige tun um sich und andere zu schützen. Leider sind in Wirklichkeit dafür oft Pflichten nötig und akzeptiert, etwa bei der Maskenpflicht oder der Anschnallpflicht.

“Die CoronaWarnApp funktioniert wegen Datenschutz nicht.” — Natürlich funktioniert Totalüberwachung noch besser, ist aber nicht vereinbar mit unseren demokratischen Werten und dem Grundgesetz. Das Hauptproblem der CoronaWarnApp ist die Nutzungsrate und die lässt sich leider nur mit einer Pflicht schnell erhöhen.

“Die CoronaWarnApp benötigt meine Positionsdaten” — Die App benutzt ihre Positionsdaten nicht. Auf IOS und neuen Android Versionen hat die App vom Betriebssystem keine Berechtigung dafür. Leider gibt es bei älteren Android Betriebssystemen ein Problem, dass Berechtigungen nicht granular genug vergeben werden können und die benötigte Bluetooth-Scanning Berechtigung an die Positionsberechtigung gekoppelt ist. Die Position wird trotzdem nie von der App verwendet und man kann jeder anderen App diese Berechtigung entziehen.

“Ich habe gehört, dass die App bei jemandem nicht funktioniert hat.” — Natürlich sollte weiter, mit noch mehr Hochdruck, an App Verbesserungen gearbeitet und Fehler behoben werden, trotzdem funktioniert sie schon jetzt, außer, dass nicht genug Menschen sie benutzen.

“Die App verbraucht so viel Akku.” — Die App verbraucht zwischen 3%–20% des Akkus, je nachdem wie viel du dein Smartphone verwendest. Ist dir das wirklich wichtiger als die geretteten Menschen Leben und die früher zurückerlangten Rechte, die eine automatische Kontaktverfolgung ermöglicht?

“Es hat nicht jeder ein Smartphone.” — Ja, aber 80% der deutschen Bevölkerung schon. Von denen dürften die meistens Älteren die keins haben schon bald geimpft sein. Es würde genügen, wenn jeder Bürger ohne Smartphone, ein Formular ausdruckt, unterschreibt und bei sich führt, dass er kein Smartphone besitzt.

“Ich kann nicht gezwungen werden überall ein Smartphone mitzunehmen” — Nein die Pflicht würde nur an nur an Orten gelten, wo bereits eine Maskenpflicht herrscht und bei allen Treffen außerhalb des Haushaltes in Innenräumen. Viele Smartphone Nutzer bringen es eh schon überall mit hin.

“Was ist, wenn mein Akku leer ist?” — Sollte zu genau dem Zeitpunkt eine Kontrolle stattfinden, dann zeigst du, das du kein Akku hast und alles ist gut.

Falls ihr noch mehr Gegenargumente habt, würde ich sie gerne kennen und hier ebenfalls aufführen.

Konkrete Vorschläge für die Politische Umsetzung

Hier möchte ich kurz schildern, wie eine Nutzungspflicht konkret eingeführt werden kann.

Schritte die innerhalb weniger Tage eingeführt werden können:

  1. Die Verwendung der CoronaWarnApp in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften, privaten Treffen in Innenräumen und am Arbeitsplatz wird gesetzlich vorgeschrieben, ähnlich der Maskenpflicht.
  2. Personen, die eine unterschriebene Erklärung mit sich führen, dass sie kein fähiges Smartphone besitzen, sind davon ausgenommen. Auch wer ein Smartphone mit sich führt, das tatsächlich kaum Akku übrig hat wird davon ausgenommen.
  3. Von der CoronaWarnApp ausgegeben Warnungen, sind als förmliche Quarantänebescheide zu betrachten.
  4. Verbot der Nutzung sämtlicher CWA Daten außerhalb des Infektionsschutzes.
  5. Vereinzelte Kontrollen, dass Personen die App nutzen und nicht gegen die Quarantäne verstoßen werden durchgeführt. Das Smartphone mit der offenen App wird einfach vorgezeigt.
  6. Der anonyme und datenschützende Charakter der CoronaWarnApp sollte nochmals hervorgehoben werden. Dadurch wird kaum bis gar nicht in die Grundrechte eingegriffen und Massenüberwachung bleibt unmöglich.

Schritte die innerhalb weniger Wochen nach der Einführung der Pflicht eingeführt werden können:

  1. Es sollte sichergestellt werden, dass alle Testresultate (schnell und PCR) verpflichtend in der App integriert sind. Tests ohne automatisierte Kontaktverfolgung sind angesichts der hoher Dunkelziffern nur von begrenztem epidemiologischem Wert.
  2. Es sollten keine Kosten gescheut werden, die Automatisierung, App-Entwicklung und Testintegration zu verbessern. Einige Ideen: Rekursive Kontaktverfolgung, Integration von Luca App Funktionalität, Integration von Schnelltests, Möglichkeit die Echtheit einer App zu überprüfen falls gefälschte Apps zum Problem werden.

Natürlich sind diese Vorschläge nur als Ausgangspunkt für eine tatsächliche Umsetzung gedacht und viele Variationen und Verbesserungen an ihnen denkbar.

* Debattenkonditionen

Kontaktiere mich hier oder auf Twitter @SocialMarketEco, falls du mit mir eine Debatte über die verpflichtende Nutzung der CoronaWarnApp führen möchtest. Falls du gewinnst, erhältst du 300€. Das genaue Debattenformat ob in Schrift oder via Videoanruf sowie die Regeln werden wir zusammen entscheiden. Natürlich wird die Jury paritätisch und von uns beiden ausgesucht sein. Wir wollen die Vor- und Nachteile dieser einen Maßnahme diskutieren und nicht die Coronapandemie als ganzes. Gewisse Argumente werden daher nicht zulässig sein: z.B. “Wir sollten nichts tun, da Corona gänzlich ungefährlich ist.” oder “Es hilft eh keine Maßnahme etwas.”. Ich behalte vollkommene Rechte über das stattfinden einer oder mehrerer Debatten zu entscheiden. Sollte keine Debatte stattfinden oder ich gewinnen, werden 300€ an eine gemeinnützige Organisation meiner Wahl gespendet.

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